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 Betreff des Beitrags: Windows will Vormundschaft der PC Nutzer - TPM-Chip
Beitrag #1 Verfasst: Mi 30. Okt 2013, 09:45 
 
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Ich bin echt enttäuscht und glaube werde ab 2015 Spiele ich wieder mit meinem Game Boy, oder nur noch BF 1942 unter Win XP mit nem alten PC. :down: :out: :evil:

Kurz um:
Microsoft will die "Macht" über den PC um zu kontrollieren welche Software installiert werden darf und welche nicht. Wenn Microsoft also nicht möchte, dass z. B. VMware oder OpenOffice (jetzt heißt es ja LibreOffice) installiert wird, dann funktioniert das auch nicht, weil der TPM-Chip dies unterbindet. :unsure2: :ucrazy: :ucrazy:

Was ist TPM?

Die Abkürzung steht für Trusted Platform Module. Ein TPM ist ein nach bestimmten Standards gefertigter Chip. Seit Jahren werden solche Chips in Computern eingebaut, nun steht ein neuer TPM-Standard an. Ein TPM-Chip kann mehrere Aufgaben erfüllen:

Anhand der im Chip hinterlegten Schlüssel ist die jeweilige Hardware identifizierbar. Jeder Computer, jedes Notebook, jedes Tablet mit TPM-Chip lässt sich eindeutig erkennen. Programme können so beispielsweise nur für bestimmte Computer freigeschaltet werden.
Programme können private Schlüssel auf dem TPM-Chip zum Verschlüsseln der Festplatte nutzen.
Der TPM-Chip kann dazu genutzt werden, Veränderungen am System zu erkennen (zum Beispiel durch Schadprogramme oder Veränderungen durch den Nutzer). So kann verhindert werden, dass solche Angriffe auf das BIOS oder das Betriebssystem unbemerkt und erfolgreich verlaufen. Allerdings hängt bei solcher Abwehr viel vom Betriebssystem des Computers ab - es muss die Funktionen des TPM-Chip zuverlässig nutzen.
Wie verbreitet sind die Chips?

Viele große Hardware-Hersteller bauen TPM-Chips seit Jahren in ihren Computern und Notebooks ein - unter anderem Dell, HP, Lenovo und Acer. Auch Google nutzt in seinem Chromebook TPM-Chips. Von 2015 an müssen Hardware-Hersteller einen TPM-Chip mit dem neuen 2.0-Standard einbauen, wenn sie ihre Hardware mit dem offiziellen Microsoft-Siegel "Windows Certified" bewerben wollen. Aktiviert muss der Chip nicht sein, damit die Hardware das Siegel erhält.


Was ändert sich mit dem neuen TPM-Standard?

Noch ist der der neue Standard nicht endgültig beschlossen. Nach dem aktuellen Stand der Dinge dürften Kontrollmöglichkeiten der Nutzer beim neuen TPM-Standard wegfallen. Bisher entscheiden die Nutzer, ob das Modul aktiv ist.

Ein so klarer Ein-/Aus-Mechanismus ist beim Nachfolger nicht vorgesehen. Davor warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). In einer Einschätzung der Behörde, die SPIEGEL ONLINE vorliegt, heißt es: "'Opt-In' und 'Opt-Out' sind ab TPM 2.0 nicht mehr möglich."

Anders gesagt: Die neuen TPM-Chips kann man womöglich nicht dauerhaft deaktivieren. Wie sehr die Technik den Besitzer entmündigt, hängt von den Herstellern ab. Sie sind nicht mehr dazu verpflichtet, Nutzern Kontrolle zu geben.


Können Software-Konzerne Kunden damit stärker kontrollieren?

Ja. In einer öffentlichen Stellungnahme äußert sich das BSI kritisch über den drohenden Kontrollverlust durch die neuen TPM-Chips. In einer internen Einschätzung erwartet das BSI drastische Einschränkungen:

  • Generell rechnet das BSI damit, dass die Trennung zwischen geschlossenen Systemen wie Spielekonsolen, Tablets und Smartphones und offener PC-Architektur "verschwinden wird".
  • Das BSI erwartet, dass durch Systeme wie TPM die bei geschlossenen Systemen wie Konsolen und Smartphones erfolgreichen Geschäftsmodelle auf "PC-Hardware übertragen" werden. Laut BSI-Einschätzung lassen durch den Kontrollverlust per TPM "Nutzungseinschränkungen wirksam durchsetzten". Als Beispiele führt das BSI auf: Abo-Modelle für Software, Betriebssystem-Abos, Verleih von Musik und Filmen.
  • Das TPM kann dazu genutzt werden, unerwünschte Software von Systemen fernzuhalten. Das BSI führt dieses Beispiel an: Der Start von Software oder Filmen könnte auf Systemen blockiert werden, auf denen "aus Sicht des Rechteinhabers unerlaubte Software installiert ist".


Welche Risiken sehen Experten beim TPM-System?

Das BSI fürchtet, dass die TPM-Chips in Kombination mit Windows 8 Systeme lahmlegen könnten. Öffentlich warnt das BSI, "durch unbeabsichtigte Fehler des Hardware- oder Betriebssystemherstellers, aber auch des Eigentümers des IT-Systems" könnten Fehler entstehen, die "einen weiteren Betrieb des Systems verhindern".
Sprich: Der TPM-Chip blockiert das System, obwohl nicht Schlimmes passiert ist. Denkbar ist laut BSI, dass die "neu eingesetzten Mechanismen auch für Sabotageakte Dritter genutzt werden".


Hat die Technik Vorteile?

Ja. Kunden, die Microsoft und Hardware-Konzernen vertrauen und sich nicht selbst intensiv um die Sicherheit ihres Rechners kümmern, könnten aus TPM und Windows 8 einen "Sicherheitsgewinn" ziehen, schreibt das BSI.

Wie viel Kontrolle dem Nutzer bleibt, wird sich nach der Einführung der neuen TPM-Chips zeigen. Der Sicherheitsexperte Bruce Schneier hat schon 2005, bei der Einführung der ersten TPM-Chips, das grundlegende Dilemma beschrieben:

"Dasselbe System, das den Zugriff von Würmern und Viren auf den Rechner blockiert, könnte den Nutzer auch daran hindern, legale Software auszuführen, die dem Hersteller des Computers oder des Betriebssystems nicht passt."

Quelle: Spiegel.de
Kontroll-Chips: So will die PC-Industrie Kunden entmündigen

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 Betreff des Beitrags: Windows will Vormundschaft der PC Nutzer - TPM-Chip
Beitrag #2 Verfasst: Mi 30. Okt 2013, 19:38 
 
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Das ist wieder soetwas was kein Mensch wirklich braucht, wenn ein DAU zu blöd ist seinen PC zu nutzen und sich dadurch Würmer einfängt, Pech gehabt... Dafür gibt es Software-Lösungen, warum jetzt eine Hardware-Lösung? Hier geht es wirklich nur darum den User weiter einzuschränken, manchmal frag ich mich schon... Also wenn Steam echt den Linux-Markt stärkt, werde ich dann wohl früher oder später doch umsteigen müssen...

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